Linux / Novell-Umstieg |
Wie steigt man elegant und "sanft" von Novell auf Samba um? Günstig ist es, dafür zu sorgen, dass bisherige Novell-User und neue Samba-User auf den gleichen Datenstamm zugreifen. Dies schafft man indem der Samba-Server gleichzeitig Novell-Client ist und die Novell-Volumes gemoutet hat. So hat man Zeit, die Clients vom Novell IPX-Treiber auf TCP/IP umzustellen. Etwas Performance geht dadurch natürlich verloren. Aber gleich als Warnung: Wer sich an das Caching und die Leistungsfähigkeit der Novell-IPX-Treiber und Netware selbst gewöhnt hat, wird von Samba erst einmal enttäuscht sein. Massnahmen: 1. Novell-Client auf Linux/Samba einrichten. 2. Anlegen einen Mount-Nodes. In diesem Beispiel /novell mit den Permissions 600. 3. Dann sind z.B. bei SuSE in
der Startdatei /sbin/init.d/rc (V7.2: /etc/init.d/rc) folgende
Einträge zu machen: Der erste Befehl bindet das IPX-Protokoll, der zweite mountet das NW-Volume im Directory /novell. Der angegebene User muss maximal erforderlichen Zugriff besitzen. Jetzt erscheint nach dem Booten oder nach manueller Eingabe der og. Befehle der Inhalt des NW-Volumes im Verzeichnis /novell. So weit so gut, aber praktisch hat man noch nicht viel erreicht. Als nächstes wird eine Kopie der blanken Verzeichnisse des /novell-Ordners angelegt, zB. im Verzeichnis /home/public. Diese sollen später einmal Zug um Zug die Daten des NW-Server beinhalten. Jede Verzeichniskopie wird mit einer entsprechenden Gruppenkennung und -Namen versehen, auf 770 gesetzt und das GID-Bit aktiviert. Diese Unix-Gruppen sollen später einmal die Zugriffsrechte managen und bereits jetzt auch beim Zugriff auf den Novellserver funktionieren. Jetzt kommt ein selbstgeschriebenes Anmeldeskript (/usr/local/bin/mklinks) für Samba ins Spiel, welches das lokale /home/public mit dem gemounteten /novell unter einen Hut bringt. Dieses ist in der smb.conf angegeben. Hier ergeben sich große Analogien zum nächsten Tipp: [public] Das folgende Preexec-Script stellt nun fest, welchen Gruppen der User angehört und baut sich eine entsprechende Liste von "erlaubten" Verzeichnissen aus /home/public auf. Dann sieht es nach, welche Verzeichnisse dieser Liste in /novell vorhanden sind. Für gleichzeitig vorhandene Directories wird ein Link auf das Novell-Verzeichnis generiert, ansonsten einer auf /home/public/xxx. Diese Linkliste wird dem User als individuelle Ressource /public im Verzeichnis /home/users/<username> zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Verzeichnisnamen vor dem Vergleich auf Namensgleichheit in Kleinbuchstaben konvertiert. Schließlich unterscheidet Novell nicht zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. #!/bin/sh # Hier holt Samba die Infos Soll nun ein Verzeichnis auf den
Sambaserver übernommen werden, sind nur die Daten aus dem Novellserver
dorthin zu kopieren und das Verzeichnis auf dem Novellserver für den
Benutzer "Samba" verschwinden zu lassen. Nach erneutem Anmelden eines Clients am Samba-Server sieht er dann den lokalen Datenbestand. |
Die angegebenen Lösungsvorschläge und Tipps entstammen größtenteils unserer Praxis. Es kann aber keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Schäden, die eventuell aus der Anwendung entstehen, wird nicht übernommen. |
